Einfach. Alles. Sauber.
Wie viel kann eine Putzfrau verlangen?

Wie viel kann eine Putzfrau verlangen?

Da du eine Reinigungskraft immer anmelden musst, musst du ihr auf jeden Fall den gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Eine schwarz arbeitende Reinigungskraft verlangt unter Umständen weniger – das ist jedoch strafbar. Wir erklären, was eine legale Reinigungskraft verlangen darf – auch für Österreich und die Schweiz.

Wie viel kann eine Putzfrau verlangen?

Da du eine Reinigungskraft immer anmelden musst, musst du ihr auf jeden Fall den gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Eine schwarz arbeitende Reinigungskraft verlangt unter Umständen weniger – das ist jedoch strafbar. Wir erklären, was eine legale Reinigungskraft verlangen darf – auch für Österreich und die Schweiz.

Deiner Reinigungskraft musst du mindestens den gesetzlichen Mindestlohn zahlen – aktuell 13,90 Euro brutto pro Stunde (Stand: 2026). Eine schwarz arbeitende Reinigungskraft kostet zwar oft weniger, doch das ist eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro.


Das Wichtigste in Kürze

  • Der gesetzliche Mindestlohn liegt 2026 bei 13,90 Euro brutto pro Stunde (Deutschland)
  • Schwarzarbeit kostet zwar oft nur 10 bis 17 Euro pro Stunde, ist aber eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro (Stand: 2026)
  • Ein fairer Kundenpreis bei professionellen Reinigungsdiensten liegt bei mindestens rund 31 Euro pro Stunde in Deutschland und rund 36 Euro in Österreich – jeweils ohne Gewinnmarge des Anbieters
  • In Österreich gilt kein einheitlicher Mindestlohn, sondern ein Kollektivvertrags-Lohn von 13,03 €/Std. (Lohngruppe 4, 2026)
  • In der Schweiz liegt der gesetzliche Mindestlohn für Hauswirtschaft bei CHF 20,35–24,55/Std. (NAV Hauswirtschaft, 2026)

Warum du deine Reinigungskraft anmelden solltest

Wer seine Reinigungskraft nicht anmeldet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann laut Zoll mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro bestraft werden. Hinzu kommen mögliche Nachzahlungen für Steuern und Sozialversicherung.

Deshalb solltest du deine Reinigungskraft immer offiziell anmelden. Wie das geht, erfährst du in unserem Ratgeber Ab wann muss ich meine Putzfrau anmelden?.


Jetzt legal Reinigungskraft buchen


Was bedeutet das für den Preis?

Deiner Reinigungskraft musst du mindestens 13,90 Euro brutto pro Arbeitsstunde zahlen – das ist der gesetzliche Mindestlohn (Stand: 2026). Eine schwarz arbeitende Reinigungskraft kostet in Deutschland zwar zwischen 10 und 17 Euro pro Stunde (Stand: 2026), doch die Unterschiede sind oft kleiner, als viele denken. Außerdem ist Schwarzarbeit nach § 8 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz strafbar und bringt dir keine echten Vorteile.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Kosten für eine angemeldete Reinigungskraft kannst du steuerlich absetzen. Mehr dazu im Ratgeber Putzfrau steuerlich absetzen – so geht's!.

Neben dem Preis lohnt außerdem ein Blick auf die Absicherung: Der Ratgeber Versicherung bei Reinigungskräften zeigt, wer bei Schäden haftet.


Sind 13,90 Euro pro Stunde realistisch?

Das hängt von mehreren Faktoren ab. Wenn du eine Reinigungskraft als Minijobberin einstellst, solltest du auch den Anfahrtsweg vergüten. Dadurch steigt der tatsächliche Stundenpreis.

Noch teurer wird es, wenn du einen professionellen Reinigungsdienst buchst, der dir Mitarbeiter schickt. Laut unseren Berechnungen liegt der Kundenpreis in diesem Fall bei mindestens rund 31 Euro pro Stunde – bei Tariflohn für ausgebildete Gebäudereiniger sogar bei rund 33 Euro. Dabei ist noch kein Gewinn für die Reinigungsfirma enthalten, ebenso wenig Kundenservice, Schulungen, Büro oder Rücklagen.

Ähnlich sieht es bei solo-selbstständigen Reinigungskräften aus, die auf Rechnung arbeiten. Hier kommt in der Regel ebenfalls Mehrwertsteuer hinzu. Außerdem müssen Selbstständige für Urlaub, Krankheit und Altersvorsorge selbst aufkommen – und ihre Professionalität wird entsprechend vergütet.


Jetzt legal Reinigungskraft buchen


Wie sieht es in Österreich und der Schweiz aus?

Auch außerhalb Deutschlands gibt es klare Preisuntergrenzen für Reinigungskräfte – nur die rechtliche Grundlage unterscheidet sich.


Österreich: Kollektivvertrag statt gesetzlichem Mindestlohn

Österreich hat keinen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. Stattdessen gilt für Reinigungskräfte der Kollektivvertrag für Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung. Für Hausbetreuungs- und Reinigungstätigkeiten in Privatwohnungen (Lohngruppe 4) liegt der Mindestlohn laut WKO-Lohnordnung seit 1.1.2026 bei 13,03 Euro pro Stunde. Über einen professionellen Reinigungsdienst liegt der faire Kundenpreis bei rund 36 Euro pro Stunde – Details dazu liefert So viel kostet eine Stunde "legales" Putzen in Österreich.

Schwarz arbeitende Reinigungskräfte verlangen in Österreich meist 10 bis 15 Euro pro Stunde, unverändert gegenüber den Vorjahren. Wer eine Reinigungskraft nicht anmeldet, riskiert nach § 111 Abs. 2 ASVG eine Geldstrafe zwischen 730 und 2.180 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 5.000 Euro, plus einen Beitragszuschlag von 1.000 Euro nach § 113 ASVG.

Eine unkomplizierte legale Alternative für gelegentliche Einsätze ist der Dienstleistungsscheck (DLS) – hierüber sind Stundenlöhne bis rund 33 Euro ohne großen bürokratischen Aufwand möglich.


Schweiz: Gesetzlicher Mindestlohn per Normalarbeitsvertrag

In der Schweiz regelt der Normalarbeitsvertrag (NAV) Hauswirtschaft des Bundes einen verbindlichen Mindestlohn. Seit 1. Januar 2026 liegt dieser je nach Qualifikation bei CHF 20,35 bis 24,55 pro Stunde. In der Praxis verdienen Reinigungskräfte oft deutlich mehr: Der marktübliche Bruttolohn liegt bei rund CHF 25 bis 33 pro Stunde, zuzüglich Sozialabgaben.


Preisvergleich im Überblick


Land Rechtsgrundlage Mindestlohn 2026 Fairer Kundenpreis (Reinigungsfirma) Bußgeld bei Schwarzarbeit
Deutschland Gesetzlicher Mindestlohn 13,90 € / Std. ab ca. 31 € / Std. bis 50.000 €
Österreich Kollektivvertrag (Lohngruppe 4) 13,03 € / Std. ab ca. 36 € / Std. bis 5.000 € (Wiederholungsfall)
Schweiz Normalarbeitsvertrag (NAV) Hauswirtschaft CHF 20,35–24,55 / Std.

Fazit: Wovon der Preis abhängt

Wie viel eine Reinigungskraft verlangen kann, hängt unter anderem ab von:

  • deinem Wohnort
  • der Verkehrsanbindung
  • der Frage, ob sie selbstständig oder angestellt ist
  • ob sie hauptberuflich oder nebenberuflich reinigt
  • dem gewünschten Leistungsumfang
  • der Reinigungsdauer

Behalte diese Punkte im Hinterkopf, wenn du nach einer Reinigungskraft suchst. Wie viel Zeit für deine Wohnung realistisch ist, erklärt Putzfrau: Wie viele Stunden pro Woche sind sinnvoll?.


Der einfachste Weg zur legalen Reinigungskraft

Der schnellste Weg, eine angemeldete, legale Reinigungskraft zu finden, ist über ExtraSauber. Alle bei uns registrierten Reinigungskräfte sind bereits offiziell gemeldet – du musst dich um nichts kümmern.

Das erspart dir:

  • Behördengänge
  • komplizierte Formulare
  • Unsicherheiten bei Bezahlung und Abgaben

Einfach buchen, zurücklehnen und erst nach der Reinigung bequem auf Rechnung bezahlen. Du siehst den Preis schon bei der Buchung – Fixpreise pro Reinigung, keine Stundenpreise. Gereinigt wird alles, was im Reinigungsstandard steht – egal, wie lange es dauert. Eine Übersicht aller Preise findest du jederzeit auf unserer Preise-Seite.

Was eine professionelle Endreinigung beim Auszug kostet und wie du dabei Streit um die Kaution vermeidest, zeigt die Checkliste für die Endreinigung beim Auszug.


Jetzt legal Reinigungskraft buchen

Häufige Fragen


In Deutschland gilt der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Stunde. In Österreich beträgt der Kollektivvertragslohn für Reinigungskräfte in Privatwohnungen 13,03 Euro, in der Schweiz liegt der gesetzliche Mindestlohn nach NAV Hauswirtschaft bei CHF 20,35 bis 24,55.

Weil Schwarzarbeit in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit ist und laut Zoll mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro bestraft werden kann. Außerdem musst du im Falle einer Entdeckung Steuern und Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen.

Am einfachsten geht es über das Haushaltsscheck-Verfahren der Minijob-Zentrale. Mehr Infos findest du in unserem Ratgeber Ab wann muss ich meine Putzfrau anmelden?

Bei professionellen Reinigungsdiensten liegen die Preise laut unseren Berechnungen bei mindestens rund 31 Euro pro Stunde in Deutschland und rund 36 Euro in Österreich, ohne Gewinnmarge des Anbieters – der tatsächliche Endpreis liegt meist höher.

Nach § 111 Abs. 2 ASVG drohen Geldstrafen zwischen 730 und 2.180 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 5.000 Euro, zusätzlich ein Beitragszuschlag von 1.000 Euro. Eine unkomplizierte legale Alternative ist der Dienstleistungsscheck.

Bei ExtraSauber siehst du vor jeder Buchung den genauen Preis deiner Reinigung. Alle Reinigungskräfte sind angemeldet und haftpflichtversichert.


Jetzt Reinigungskraft in deiner Nähe finden

Zuletzt aktualisiert am 07.09.2026.

Autor

Dr. Sebastian Schneider
Dr. Sebastian Schneider

Geschäftsführer von ExtraSauber

Promotion an der TU Berlin



Immer auf dem Laufenden bleiben
mit dem ExtraSauber-Newsletter


Wenn du deine Einwilligung widerrufen möchtest, klicke einfach auf den Abmeldelink am Ende jeder von uns gesendeten E-Mail oder kontaktiere uns unter service@extrasauber.ch. Wir schätzen und respektieren deine persönlichen Daten und deine Privatsphäre. Unsere Datenschutzbestimmungen findest du hier. Durch das Absenden dieses Formulars erklärst du dich damit einverstanden, dass wir deine Daten gemäß diesen Bedingungen verarbeiten dürfen.